Aufbruchstimmung in der Mitgliederversammlung 2018

 

Mit gleich mehreren frei vorgetragenen Liedern des inTaktChors gab deren neuer musikalischer Leiter Michael Späth seinen gelungenen Einstieg – Foto: Seher

Die Sängervereinigung Ottenau ist gut aufgestellt

Simone Weickenmeier neue Kassenleiterin

Eine positive Grundstimmung war am Samstag, 24. Februar, in der Mitgliederversammlung der Sängervereinigung Ottenau zu spüren und dies in Verbindung mit einem optimistischen Blick in die Zukunft. Erstes äußeres Zeichen war es bereits, dass der Kulturraum der Merkurhalle nach langer Zeit erstmals wieder voll gefüllt war. Mit einem Liedbeitrag begrüßte der Männerchor die Gäste.

„Wir sind gut aufgestellt!“ verkündete dann der erste Vorsitzende Gerhard Weickenmeier bei seiner Begrüßung nicht ohne Stolz. Ein wesentlicher Grund für diese Feststellung war, dass es im Vorjahr gelungen sei, den negativen Trend im Kassenstand zu stoppen und ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Zu dieser Konsolidierung hätten insbesondere freiwillige Zusatzleistungen der einzelnen Chormitglieder aber auch ein erfreulicherweise erhöhtes Spendenaufkommen besonders beigetragen. Die im Vorjahr beschlossene Beitragserhöhung werde im laufenden Jahr zudem erstmals wirksam und so ließ sich Weickenmeier zu dem Versprechen verleiten, dass es auf seine Kosten „Freibier für alle“ geben werde, wenn das laufende Vereinsjahr nicht mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werde.

Bei seinem Blick nach vorn betonte der erste Vorsitzende insbesondere, dass derzeit mit großem Engagement die Vorbereitungen für das Konzert aller drei Chöre am 21. April laufen und dass sich der Verein bei den Feiern zum Jubiläum „775 Jahre Ottenau“ selbstverständlich mit einbringen werde. Ein ausführlicher Dank an die Chorleiter „für ihre Geduld und Ausdauer“ aber auch an die Sängerinnen und Sänger für einen fleißigen Probenbesuch sowie die zahlreichen Helferinnen und Helfer bei den Veranstaltungen rundete diesen Beitrag ab.

Über ein ansonsten eher ruhiges Vereinsjahr 2017 im Allgemeinen und speziell beim Männerchor berichtete Schriftführer Ulli Tschan. Sängervorstand Otto Stolle ergänzte, dass derzeit 45 Männer im Männerchor, 35 Frauen und 10 Männer im inTaktChor sowie 21 Männer bei den Saubergspatzen singen. Dabei sei der Singstundenbesuch im Männerchor mit 62 % gerade mit Blick auf das bevorstehende Konzert noch steigerungsfähig. Er selbst und Notenwart Willi Schnaible gingen im Vorjahr mit gutem Beispiel voran und fehlten jeweils nur in einer Singstunde.

„Denn erstens kam es anders und zweitens als man denkt“ hätte man den Bericht zum inTaktChor überschreiben können, den erstmals Matthias Vettel gab. Schließlich war er selbst bereits das erste Beispiel dafür, denn zu Jahresbeginn war noch nicht abzusehen, dass Manfred Eckerle nach elf Jahren der Aufbauphase den Chorvorstand an ihn übergeben würde. Noch gravierender war sicherlich der Wechsel in der musikalischen Leitung, nachdem Núria Cunilléra im Vorjahr nicht nur geheiratet sondern aus beruflichen Gründen ihre Chorleitung zum Jahresende 2017 beendet hatte. In einer tollen Teamarbeit, so Matthias Vettel, sei es dann letztlich gelungen, mit Michael Späth einen besonders geeigneten Nachfolger zu finden. In positiver Erinnerung werden zudem die Auftritte des Chors in Baiersbronn und bei der Landesgartenschau in Bad Herrenalb im zurückliegenden Vereinsjahr bleiben. Während mit 35 Sängerinnen die weiblichen Stimmen sehr gut vertreten sind, würde sich der Chor über männliche Verstärkung freuen.

Dass die Saubergspatzen nicht nur ein Faschingschor sind, wurde im Bericht ihres Leiters Andreas Kawa deutliche. So kam zu den Auftritten bei der GroKaGe Gaggenau, beim OCC und der Pfarrfasnacht beispielsweise wieder ein besonders beachteter Konzertauftritt bei „That’s all Pop“ beim Ensemble `96 in Durmersheim hinzu, auf den man sich auch in diesem Jahr bereits freue. Mit 21 Sängern habe der Chor seine Sollstärke wieder voll erreicht.

Ehrungen hatte es auch 2017 bereits in der Weihnachtsfeier gegeben. Zu Ehrenmitgliedern wurden bei dieser Gelegenheit zusätzlich Helmut Haug und Karl Liebetrau ernannt und für 30 Jahre Aktivität bei den Sängern wurden Markus Schnaibel und Ariel Zegarra ausgezeichnet.

Nachdem Annette Wackershausen und Hans-Jörg Glatt dem bisherigen kommissarischen Kassierer Gerhard Weickenmeier eine hervorragende Kassenführung bescheinigt hatten, wurden dieser und der gesamte Vorstand entlastet.

Mit besonderer Begeisterung wurden vor der Pause mehrere auswendig vorgetragene Liedbeiträge des inTaktChors aufgenommen. Es war somit zugleich ein gelungener Einstand ihres neuen musikalischen Leiters Michael Späth.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden wie erwartet Gerhard Weickenmeier als erster Vorsitzender, Ulli Tschan als Schriftführer einstimmig wieder gewählt. Eine Überraschung gab es jedoch bei der Wahl des Kassierers. Nachdem sich nach zweijähriger Vakanz auch diesmal keine Lösung abzeichnete, erklärte sich Simone Weichenmeier erfreulicherweise dazu bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Ein weiteres positives Signal in dieser Veranstaltung.

Dass der Verein seine Zukunft positiv gestalten will, wurde auch an einem von Michael Wessel initiierten Zukunftsprozess deutlich. Hierzu präsentierte Matthias Vettel die Ergebnisse einer Befragung in allen drei Chören. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass neue Aktive primär durch die Sängerinnen und Sänger geworben werden können und dass der Kameradschaftspfleg neben der Auswahl des passenden Liedgutes eine besondere Bedeutung zukommt. Im laufenden Jahr gelte es, aus den zahlreichen Rückmeldungen Maßnahmenpakete zu schnüren und diese dann konsequent umzusetzen.

Nachdem sich Gerhard Weickenmeier wiederholt bei allen Aktiven und Förderern des Vereins bedankt hatte, übernahm es Walter Merkel spontan, auch dem ersten Vorsitzenden für seine freundschaftliche und konsequente Vereinsführung und seine hervorragende Sitzungsleitung zu danken.

Michael Wessel

Zum Mitsingen animierten abschließend die Saubergspatzen, was das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter förderte.        Foto: Bender

Eine leicht gekürzte Fassung dieses Berichts erschien im Badischen Tagblatt vom 26. Februar 2018

 

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