Gemeinsame Weihnachtsfeier des Musikvereins und der Sängervereinigung

Weihnachtslieder erklangen und alle Gäste sangen mit

Ein Ausflug in die Schweizer Berge

Weihnachtlich geschmückt zeigte sich die Merkurhalle, als der Musikverein Harmonie Ottenau (MVO) und die Sängervereinigung Ottenau (SVO) zur gemeinsamen Weihnachtsfeier einluden.
 
Bevor die beiden Vorsitzenden Markus Bauch (MVO) und Gerhard Weickenmeier (SVO) die zahlreichen Gäste begrüßten, eröffnete das Jugendorchester mit der Bläserklasse unter Leitung von Matthias Hürst die Veranstaltung. Mit Stücken wie der „Weihnachts-Fanfare“, „Kling, Glöckchen“, „Jingle Bells“ oder „White Christmas“ stellten die jungen Musiker ihr Können unter Beweis.
 

Unser Männerchor unter der Leitung von Bernhard Stephan

 
Mit ihrem Dirigenten Bernhard Stephan trat nach der Begrüßung die SVO auf die Bühne. Mit einer gediegenen „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven eröffneten etwa 30 Männer den Gesangsreigen, um anschließend mit dem Lied „Im Dorf, da geht die Glocke schon“ ein bretonisches Volkslied zu interpretieren. Ideal in die Vorweihnachtszeit passten auch die „Weihnachtsglocken“ (Hermann Sonnet) und „Der Stern von Bethlehem“ (John Rutter). Das bekannte Stück „Über sieben Brücken“ (Ulrich „Ed“ Swillms) wurde zum Abschluss lautstark vorgetragen.
 
Danach trat das Hauptorchester des MVO unter Dirigentin Nicole Vollmer auf die Bühne. Mit „Yellow Mountains“ gab es einen Ausflug in die Schweizer Berge mit toller Bläserpräsenz. Die jungen Moderatorinnen Lara Hürst und Isabell Zehner erzählten gekonnt viel Wissenswertes zu den Stücken und musizierten anschließend weiter. Die Besucher bekamen unter anderem die Lieder „A Christmas Festival“, den Leonard Cohen-Hit „Hallelujah“ oder „Feliz Navidad“ zu hören.
 

Unser Vorsitzender Gerhard Weickenmeier ehrt Walter Merkel, Reinhard Möhrmann und Albert Brückel – Sängervorstand Otto Stolle übergibt die Geschenke

 
Die Ehrungen nahmen dann die Vorstände Bauch und Weickenmeier vor. Bei der SVO sind Walter Merkel (2. Tenor) und Reinhard Möhrmann (1. Bass) seit 40 Jahren aktiv. Auf stolze 65 Jahre bringt es das „Urgestein“ Albert Brückel (2. Bass). Beim MVO gab es zwei Ehrungen: Seit vier Jahrzehnten sind Michael Kappenberger (Flügelhorn) und Martin Karcher (Posaune) aktiv. Walter Wörner, Vertreter des Blasmusikverbands Mittelbaden, Bezirk Murgtal, überreichte den Musikern die goldenen Ehrennadeln.
 

Die Geehrten der beiden kulturellen Vereine

 
Ebenso wurde Jürgen Schmidt geehrt, der von 2002 bis 2018 erster Vorsitzender des MVO war, auch seine Frau Brigitte bekam ein Geschenk. Sichtlich gerührt vernahm Schmidt von seinem Nachfolger Bauch, dass er zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Das Orchester spielte daraufhin den „Ehrungsmarsch“.
 

Unser inTaktChor unter der Leitung von Michael Späth

 
Unter der Leitung von Michael Späth sang der gemischte Chor „inTakt“ unter anderem mit „We’ve got tonight (Bob Seger) und „I lived“ (One Republic) durchaus moderne Stücke. Zum Abschluss des vorweihnachtlichen Abends gab es eine schöne Klangkulisse, als alle Akteure des MVO und die Sängerinnen und Sänger des SVO die Lieder „Alle Jahre wieder“ und „O du fröhliche“ erklingen ließen. Abgerundet wurde die Veranstaltung in der Merkurhalle mit einer reichhaltigen Tombola.
 
Bericht aus dem Badischen Tagblatt vom 19. Dezember 2018
Fotos von Konnie und Harald Seher. Auch bei dieser Gelegenheit vielen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz!

St. Petersburger Knabenchor in St. Jodok Ottenau

Eine Bläsergruppe des Musikvereins Harmonie bereicherte das Programm – Foto: Wessel

Wohltuende Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Der St. Petersburger Knabenchor gastierte mit einem eindrucksvollen Konzert in der Pfarrkirche St. Jodok

Ungemein vielfältig und ausnehmend schön war ein vorweihnachtlich gestimmtes Konzert in der Ottenauer Pfarrkirche St. Jodok, in dessen Zentrum der St. Petersburger Knabenchor stand. Bereits bevor die jungen Sänger mit Kerzen in der Hand zum gemeinsam gesungenen Adventslied „Macht hoch die Tür“ in den Chorraum der Kirche einzogen, konnte Udo Heidt, der durch das Programm führte, eine ganze Reihe musikalischer Kostbarkeiten ankündigen. Die erste davon bot der Organist Holger Becker mit einer klanggewaltigen und abwechslungsreichen Toccata über das Lied „Tochter Zion“ aus der Feder des holländischen Organisten Willem van Twillert. Markant phrasiert und interessant registriert gestaltete Becker damit einen festlichen Auftakt des Abends.

Danach stellte sich der Männerchor der Sängervereinigung Ottenau auf und sang unter der Leitung von Bernhard Stephan kultiviert und dynamisch gut abgestuft eine Motette und das im Stil sanfter Popmusik arrangierte Lied „Ein Licht ist dir geborgen“. Dazwischen erklangen bekannte Weihnachtslieder, gespielt von einer Bläsergruppe des Musikvereins Ottenau.

 

Die „Engelstimmen“ des St. Petersburger Knabenchors – Foto: Wessel

 

So war das Publikum bestens vorweihnachtlich eingestimmt. Der St. Petersburger Knabenchor knüpfte daran an mit herausragenden und bekannten Werken der Geistlichen Musik, durchweg aus der Zeit der Romantik. Nach einem Chorsatz „Lobet den Namen des Herrn“ und Franz Schuberts berühmtem „Ave Maria“ erklang ein Chorsatz aus einem Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Schon in diesem ersten Block schlug der St. Petersburger Knabenchor unter der Leitung von Wadim Ptscholkin das Publikum in seinen Bann. Glockenrein und strahlend die hohen Stimmen, kernig und klar die tiefen, und alle zusammen pflegten eine Gesangskultur, die auch schwierigste Chorsätze mühelos meisterte.

Holger Becker an der Orgel – Foto: Seher

Noch einmal war nun die Orgel zu hören mit interessanten Fantasien und Variationen über das Lied „You Raise Me Up“, die sanft begannen, sich immer weiter steigerten und schließlich mit großer Klanggewalt endeten.

Im nächsten Block bot der Knabenchor volkstümliche Weisen, vermied es aber auch hier, wie im gesamten Konzert, in die Nähe dessen zu geraten, was man hierzulande unter folkloristisch geprägter russischer Chormusik versteht. Zunächst erklangen Lieder aus der Ukraine und aus Russland, danach kamen deutsche Weisen, unter anderem das Lied „Heimatglocken läuten“. Hier wie auch schon bei den Chorsätzen aus der deutschen Romantik konnte man übrigens staunen, wie perfekt die jungen Sänger die deutschen Texte auswendig vortrugen.

 

Gedanken zum Advent machte sich Pfarrer Matthias Weil. Er verband die adventliche Sehnsucht nach Ruhe und danach, sich selbst wieder auf die richtige Spur zu bringen mit dem Wunsch, sich von dieser Sehnsucht nicht durch Termindruck und vorweihnachtliche Hektik abbringen zu lassen.

Im nächsten Block schlugen die Sänger nochmals ein musikalisch neues Kapitel auf. Diesmal erklang zunächst ein temperamentvoller, gewaltiger Chorsatz aus Carl Orffs „Carmina burana“. Danach nahm sich der Knabenchor den berühmten Gefangenenchor aus Verdis Oper Nabucco vor, der in ihren Kehlen ganz frisch und ohne die oft überstrapazierte Sentimentalität daher kam.

Der St. Petersburger Knabenchor – Foto: Seher

Damit aber war die musikalische Bandbreite der St. Petersburger Sänger noch lange nicht ausgeschöpft. Wilde, ungezügelte Urwaldgeräusche leiteten ein sehr bekanntes Lied aus Südafrika ein und beendeten es auch wieder – ungewohnte Klänge in einer Kirche, die aber vom ohnehin schon begeisterten Publikum erfreut aufgenommen wurden.

Am Schluss des Programms stand schließlich mit dem „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“ eines der ganz großen Werke barocker Chormusik. Bevor die jungen Sänger singend und mit einer Kerze in der Hand aus der Kirche auszogen, gab es noch eine Zugabe: „O du fröhliche“. Dabei waren die Zuhörer ab der zweiten Strophe zum Mitsingen aufgefordert, was das Gefühl, nicht nur ein wunderschönes Konzert, sondern auch eine wohltuende Einstimmung auf die weihnachtliche Zeit erlebt zu haben, noch verstärkte.

Zum Abschluss wurden gemeinsam Weihnachtlieder gesungen – Foto: Seher

Karl-Heinz Fischer in den Badischen Neuesten Nachrichten vom 17. Dezember 2018
Hinweis:
Zwei Videos mit dem St. Petersburger Knabenchor in der Kirche St. Jodok sind auf Facebook Gaggenau mit Datum vom 14. Dezember zu sehen.

Ehrungen durch den Mittelbadischen Sängerkreis

Kulturelles Leben in den Gemeinden bereichert

Beim Mittelbadischen Sängerkreis haben Ehrungen einen sehr hohen Stellenwert. Dies kommt nicht auch zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass man schon seit einigen Jahren einen festen Termin im Jahreskalender aussucht, bei dem man treue und verdienstvolle Sängerinnen und Sänger in einem entsprechenden Rahmen würdigt und auszeichnet. So lud in diesem Jahr der Gruppenvorsitzende der Sängergruppe Nord, Helmut Schorpp, die Aktiven am Sonntagmorgen, 21. Oktober, zur Matinee ins Foyer der Wolf-Eberstein-Halle nach Muggensturm ein.

Musikalisch umrahmt wurde die würdige Ehrungsmatinee von den vier Chören des Männergesangvereins Muggensturm, dem Kinderchor, dem modernen Chor „Cantiamo“ sowie dem Männer- und Frauenchor. Diese Art der Ehrung, so brachten es Helmut Schorpp und der Präsident des Mittelbadischen Sängerkreises, Rolf Peter, zum Ausdruck, bietet den großen Vorteil, dass man genügend Zeit habe, die Sängerinnen und Sängern entsprechend zu würdigen. Man kann im Rahmen dieser Matinee, so lobte auch die Muggensturmer Bürgermeisterstellvertreterin Winfriede Fuchs, den Menschen, die sich seit Jahrzenten dem Chorgesang verschrieben haben und damit das kulturelle Leben in der Kommune bereichern, Dank sagen. Sie seien Botschafter ihrer Gemeinde und verdienten Respekt und Anerkennung, die man in einem solchen Rahmen besonders hervorheben könne.

Unsere Aktiven Bernd Heck, Karl Kraft, Heinz Buchta und Matthias Schwaab nach der Ehrung – Foto: Otto Stolle

Von der Sängervereinigung Ottenau wurden für 40 Jahre Heinz Buchta, Alexander Heitz, Matthias Schwaab und Michael Wessel,  für 60 Jahre Bernd Heck und für 65 Jahre Karl Kraft sowie Willi Schnaible geehrt.