Wir trauern um Ernst Kamm

BT Ernst Kamm - Harald SeherUnerwartet starb am 27. Dezember unser Präsident Ernst Kamm im Alter von 81 Jahren.

Wegen seiner ruhigen, besonnenen und stets herzlichen Art war er nicht nur bei uns als Persönlichkeit hoch geschätzt.

Am örtlichen Geschehen nahm er regen Anteil und engagierte sich in vielfältiger Weise für seine Mitbürger.

In Ottenau war er der „Blumen-Kamm“, denn mit seiner Frau Gertrud führte er in zweiter Generation eine Gärtnerei und ein Blumen-Fachgeschäft.

Die Kinder Gabi und Albert sind der Branche treu geblieben. Sein ganzer Stolz waren neben vier Enkeln seine zwei Urenkel.

Bei Ernst Kamm bestimmten in besonderem Maße Blumen und Gesang das Leben. So war er 20 Jahre Kreisgärtnermeister.

Bereits 1951 trat er der Sängervereinigung bei. Hier war er mit seinem kräftigen ersten Tenor eine Stütze des Männerchors. Ab 1990 leitete er acht Jahre die Sängervereinigung und wurde im Vorjahr zu unserem Präsidenten ernannt. Dies wegen seiner hohen Wertschätzung und seiner besonderen Fähigkeit, zu beraten und unseren Verein zu repräsentieren.

Nicht nur die Sängervereinigung, alle örtlichen Vereine haben mit Ernst Kamm ein treues Mitglied und einen Förderer verloren.

Eine große Trauergemeinde nahm am Montag, 5. Januar, von ihm Abschied.

 

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2013 wurde Ernst Kamm zum Präsidenten der Sängervereinigung Ottenau ernannt – von links: Unser 1. Vorsitzender, Peter Becker, Präsident Ernst Kamm und unser 2. Vorsitzender, Gerhard Weickenmeier

Michael Wessel

Fotos: Harald Seher

Treue Sänger und Musiker geehrt

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Die Weihnachtsfeier 2014 des Musikvereins „Harmonie“ und der Sängervereinigung Ottenau nahmen beide Vereine zum Anlass, verdiente Mitglieder zu ehren. Aufseiten der „Harmonie“ durften Vorsitzender Jürgen Schmidt und Alfons Ruf, Vizepräsident des mittelbadischen Blasmusikverbands, mit Unterstützung von Oberbürgermeister Christof Florus zwei junge Damen ehren. „Kaum zu glauben, dass Pamela Böhmer und Sibylle Bastian seit 25 Jahren auf ihren jeweiligen Instrumenten bei der ?Harmonie? aktiv sind“, so die Aussage. Beide halten auf Klarinette und Querflöte dem Verein seit einem Vierteljahrhundert die Treue. Auf diese Zahl kommt Günter Bleifuß von der Sängervereinigung alleine. Mit ihm wurde vom zweiten Vorsitzenden Gerhard Weickenmeier Armin Haitz für 40 Sängerjahre ausgezeichnet. Dies wird von Karl Lang übertroffen. Der zweite Bass ist seit 65 Jahren Sänger und hat somit allerhand aus der Vereinsgeschichte zu erzählen. In Abwesenheit wurde auch Karl Bindnagel für 65 Sängerjahre geehrt.

Text und Foto: Heiko Borscheid im Badischen Tagblatt

Auszeichnung zum Jubiläum

Verleihung Unser Präsident  Ernst Kamm, Kunststaatssekretär Jürgen Walter, Vizepräsident Badischer Chorverband Wolfgang Denecke und unser erster Vorsitzender Peter Becker

Badisches Tagblatt vom 7. Juli 2014:

49 Vereine der Amateurmusik sind am Samstag mit der Conradin-Kreutzer-Tafel geehrt worden. Freuen dürfen sich aus der Region die Sängervereinigung Ottenau sowie die Chorgemeinschaft „Treue“ Kuppenheim, die beide im Jahr 1864 gegründet worden sind. Kunststaatssekretär Jürgen Walter zeichnete die Vereinigungen für langjährige Verdienste um die Pflege der Amateurmusik aus und würdigte die Musikvereinigungen als größte Bürgerbewegung des Landes, heißt es in einer Mitteilung. Die Ehrung fand beim Landes-Musikfestival in Schwäbisch Gmünd statt. Das Landes-Musikfestival fand zum 17. Mal statt, dieses Jahr unter dem Motto „Musik zwischen Himmel und Erde“ im Rahmen der Landesgartenschau.

„Die Aktiven in der Amateurmusik gehen einem schönen Hobby nach und nehmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Chöre und Orchester bringen Menschen zusammen – Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen, aus allen Altersgruppen und verschiedenen Gesellschaftsschichten. Menschen, die Eines eint und verbindet: Die Begeisterung für das Singen und Musizieren. Chöre und Orchester sind Orte des Miteinanders“, so Walter in seiner Festrede.

Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland habe einen Migrationshintergrund und bringe seine eigenen musikalischen Traditionen und Erfahrungen mit, sagte Walter. Vor diesem Hintergrund ermunterte er die Musikvereinigungen, weitere Aktivitäten im Bereich der Interkultur zu entwickeln. Die Begegnung und der Austausch mit anderen Musikkulturen seien bereichernd. Vor allem außerhalb der Ballungszentren gehörten Chöre und Musikvereine zu den wichtigen Säulen einer qualifizierten musikalischen Ausbildung.

Die nach dem 1780 in Meßkirch geborenen Komponisten und Hofkapellmeister Conradin Kreutzer benannte Auszeichnung der Amateurmusik wird von der Landesregierung seit 1998 jährlich an Vereine verliehen, die auf ein mindestens 150-jähriges Bestehen zurückblicken können.