Gelungenes Jubiläumskonzert – drei Chöre im Einsatz

Saenger Konzert
Veronika Gareus-Kugel schreibt im Badischen Tagblatt vom 2. Juni 2014:
 

150 Jahre alt, aber höchst lebendig, so präsentierte sich die Sängervereinigung Ottenau am Samstagabend im Rahmen ihres Jubiläumskonzerts in der Merkurhalle. Jede Stuhlreihe war besetzt. Ottenau feierte „150 Jahre Chorgesang“. Die drei Chöre, Männerchor, „inTakt“ und die „Saubergspatzen“, präsentierten mit viel Erfolg ein Repertoire traditioneller Kompositionen für Männerchöre sowie Schlager, Pop, Spirituals und Chansons.

Durch den Abend führte mit viel Witz und Charme Moderator Heiko Borscheid. Zum Schluss gab es für alle stehende Ovationen vonseiten des Publikums. 13 Sänger hatten vor 150 Jahren den Mut zur Gründung eines ersten Chors. „Sie gaben der Musik in der Gemeinde einen neuen Stellenwert.“ Mit diesen Worten begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Weickenmeier die große Gästeschar in der Halle. Humorvoll ließ er kurz die Vereinsgeschichte Revue passieren.

„Es ist schon was ganz besonderes, dass die Sängervereinigung ihr 150. Jubiläum feiern kann“, gratulierte Oberbürgermeister Christof Florus dem Jubilar. Er überbrachte auch die Glückwünsche des Gemeinderats. Einige Sänger singen schon an die 65 Jahre in der Ottenauer Chorgemeinschaft. Der älteste Sänger zählt mittlerweile 87 Jahre – singen hält fit. Dennoch ist die Sängervereinigung jung geblieben durch Gründung der „Sauberspatzen“ und des „Chors inTakt“.

„Chorgesang ist unser Leben“ ist deshalb für viele Aktiven der Sängervereinigung nicht nur ein Titel aus der Feder von Hans Schöpf, einem ehemaligen Sänger der Vereinigung, arrangiert hat das Lied Rudi Kühn, mehrere Jahrzehnte Chorleiter in Ottenau, sondern Intention.

Das Publikum hat seine helle Freude

Aktuell werden Männerchor und „Saubergspatzen“ von Bernhard Stephan geleitet, den Chor „inTakt“ dirigiert Nuria Cunillera. Den Instrumentalpart übernahmen Uwe Kobus (Flügel), Alex Stenzel (Bass) und Gerhard Maisch (Schlagzeug).Beste Voraussetzungen also für ein gelungenes Konzert, an dem das Publikum seine helle Freude hatte. Von dieser gaben die Zuhörer den Akteuren auch etwas zurück – sie sangen einfach mit.

Tolle Lieder, schön gesungene Chöre und viel Sängerspaß auf der Bühne waren die Zutaten des Abends. Die Sängerinnen und Sänger konnten sich über begeisterten Applaus und Zugaberufe freuen.

Mit harmonischem, voluminösem, wohlklingendem Chorgesang und traditioneller Literatur eröffnete der Männerchor das Programm. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Mit Titeln wie „Rock and Roll“ (Schöpf/ Kühn), wohltemperierten Spirituals wie „Soon ah will be done“ (arr. William Dawson) oder dem knackig intonierten „Ein Freund, ein guter Freund“ (Werner R. Heymann/Bernhard Stephan), sorgten die Sänger für beste musikalische Unterhaltung.

Einen ersten gemeinsamen Auftritt gestalteten Männerchor und „inTakt“ mit dem Geburtstaglied, schlicht „Ständchen“ genannt, im Original von den „Wise Guys“.

Wenn die Damen und Herren von „inTakt“ die Bühne betreten, ist Spaß für beide Seiten garantiert. Die Publikumsbegeisterung kannte kaum Grenzen mehr, als die Chorformation nach Titeln wie „Let me entertain you“ (Robbie Williams), „It’s raining Men“ (Paul A.W. Shaffer), Mama Loo“ (Les Humphries) und einem andächtig gesungenen „Halleluja“ (Leonard Cohen) dann schwungvoll „Sin nyai, nyai“ (Alexander L’Estrange) in Szene setzte.

Mit hohem sängerischem Niveau und präziser Intonation wussten die „Sauberspatzen“ zu überzeugen. Sie widmeten sich eindrucksvoll und mit viel Humor in ihrem „weltlichen“ Programm, das sie außerhalb der Fasnacht präsentierten, den Hits deutschsprachiger Bands. Ob „Mann im Mond“ oder „Regen“ von den „Prinzen“, „So lang man Träume noch leben kann“ der „Münchner Freiheit“ oder Songs der der österreichischen Band „Erste Allgemeinen Verunsicherung“ – sie ernteten rauschenden l Applaus – und lieferten bei „Fever“ einige für das Publikum überraschende Gags. Den umjubelten Schlusspunkt setzten alle Chöre gemeinsam.

 

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