Konzert 2018: Gänsehaut-Feeling bei „Ottenau singt“

Das Badische Tagblatt schreibt über unser Konzert am 21. April 2018:

Drei Chöre der Sängervereinigung präsentieren sich beim gemeinsamen Konzert/Vielfalt unter Beweis gestellt

Der Männerchor

Es war ein beeindruckender Beweis, wie vielseitig Chorgesang sein kann. „Singing all together“ lautete das Motto des Konzerts der Ottenauer Sängervereinigung, und alle folgten der Aufforderung und sangen mit. Drei Formationen, der Männerchor, die Saubergspatzen und der Chor Intakt, begeisterten die Zuhörer in der voll besetzten Merkurhalle. Diese bildeten einen stimmgewaltigen Gesamtchor mitden Akteuren auf der Bühne beim „Halleluja“ in der Ottenauer Version.

Chorleiter Bernhard Stephan hatte den Männerchor bestens eingestimmt, zum Auftakt erklang die Ballade „Memories“ aus dem Musical „Cats“. Sopranistin Christine Fürniß sorgte bei ihrer Solo-Passage bereits zum Konzertbeginn für ein Aufhorchen, glasklar interpretierte sie die „Erinnerungen“ der alten Katze Grizzabella.

Christine Fürniß – begleitet von ihrem Mann Bernhard Stephan

„Die Schöne und das Biest“ und „Profitons de la Jeunesse“ aus der französischen Oper „Manon“, letzteres ebenfalls mit Christine Fürniß als Solistin, beeindruckten das aufmerksam lauschende Publikum. Die Sängerin setzte in Begleitung ihres Gatten Bernhard Stephan am Flügel mit der heiteren Geschichte über das „Vanille-Eis“ einen weiteren Glanzpunkt. Und mit dem „Girl in 14 G“ konnte sie ihre facettenreiche Stimme beeindruckend in Szene setzen – das Publikum dankte mit lange anhaltendem Applaus.

InTaktChor

Durch den Saal kamen die Akteure von InTakt auf die Bühne. Die 50 Sängerinnen und Sänger präsentierten unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Michael Späth eindrucksvoll, was Singen ausmacht: Freude, Spaß und Gemeinsamkeit.

„Cantilena“, ein Song ohne Text, aber deshalb nichtweniger anspruchsvoll, entführte mit afrikanisch anmutenden Klängen in die Steppen des Schwarzen Kontinents. „Tears in Heaven“, die gefühlvoll vorgetragene Ballade von Eric Clapton, und „Your’re still the One“ mit Solist Michael Monigl-Zehner nahmen das Publikum mit zu modernen Klängen. Mit „Revival“, der „Wiederbelebung“, verabschiedete sich die Formation, die in der kurzen Zeit mit Dirigent Späth sich bestens auf den Abend vorbereitet hatte.

Saubergspatzen

Eine Wiederbelebung sei gar nicht nötig, sondern eine Fortsetzung, ein „Continue“, formulierte es Moderator Markus Mack. Er führte locker-fundiert durch das Programm, sorgte plaudernd und mit so mancher Anekdote als „Insider“ und Saubergspatz für heitere Momente. Die „Spatzen“, die dritte Formation unter dem Dach der Sängervereinigung, waren die gewohnt „sichere Bank“ im Konzertverlauf mit ihrem „weltlichen Programm“, jenseits der Fastnacht, wie Mack es formulierte. Ob „Mann im Mond“, ein Medley der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ oder „Westerland“ – die 20 Herren wussten stimmlich bestens disponiert zu gefallen.

Gerhard Weickenmeier, Matthias Schwaab und Walter Merkel (v. l.) beim „Halleluja“

Ein emotionaler Höhepunkt war dann das „Halleluja“. Walter Merkel, Matthias Schwaab und der Vereinsvorsitzende Gerhard Weickenmeier interpretierten den Leonard-Cohen-Song in einer eigenen Variante, unterstützt von dem vielstimmigen „Gesamtchor“, den Publikum und Saubergspatzen bildeten – Gänsehaut-Feeling war angesagt.

Auch im zweiten Programmteil wussten die „Spatzen“ mit Totos Welthit „Africa“ und dem Song „Secretary“ zu gefallen“. Mit „Always look on the bright Side of Life“ verabschiedete sich die Formation, die mittlerweile im 49. Jahr ihres Bestehens ist.

Solotrompeter Moritz Krause

Der Männerchor stellte sich mit „No matter what“ noch einmal vor und präsentierte den „Mitternachts-Blues“. Hier gefiel der junge Trompeter Moritz Krause mit sicherer Interpretation. Das „Phantom der Oper“ läutete den „Endspurt“ ein.

100 Sängerinnen und Sänger beim Schlusschor

100 Akteure versammelten sich zum Schlusschor „Schau was Liebe ändern kann“ auf der Bühne – ein beeindruckendes Bild. Der Vorsitzende Gerhard Weickenmeier dankte allen Beteiligten für das gelungene Großereignis. Mit „Hit the Road, Jack“ zog die Sängerschar durch die Halle und verabschiedete sich vom stehend applaudierenden Publikum, trefflich unterstützt von der Frauenband „HandtaschenFOURmat“. Das Quartett sorgte dafür, dass die „After-Show-Party noch lange andauerte -mit gesanglicher Unterstützung, eben „Ottenau singt“.

Die beiden Dirigenten Bernhard Stephan und Michael Späth (v. l.)

Fotos: Konnie und Harald Seher

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